Schweizer Gewässerschutz

  • Gavino Strebel
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fluss2Der Gewässerschutz in der Schweiz kann auf eine fünfzigjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Heute jedoch steht er vor neuen Herausforderungen: Mikroverunreinigungen durch Medikamente, Pestizide oder Produkte für die Körperpflege können in den Hormonhaushalt von Lebewesen eingreifen. Der Klimawandel kann die Verfügbarkeit von Wasser einschränken und zu vermehrtem Hochwasser führen. Die klimapolitisch motivierte Förderung der Wasserkraft ihrerseits kann den Anliegen des Natur- und Gewässerschutzes widersprechen.
Viele Problemfelder überlagern sich, und für viele Fragen gibt es noch keine schlüssigen Antworten. Neue wissenschaftliche Ansätze wie das integrale oder das adaptive Management der Wasserressourcen unterstützen zwar die Suche nach optimalen Lösungen. Doch auch solche Instrumente können die Interessenkonflikte zwischen Schutz, Nutzung und Sicherheit nicht restlos lösen. Das Abwägen dieser Interessen wird in Zukunft vermehrt eine Aufgabe von Politik und Gesellschaft sein.
Aus der Sicht von Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch braucht es weiterhin verbindliche gesetzliche Minimalstandards für den Schutz der Wasserressourcen. Zu prüfen sind zudem staatsquotenneutrale finanzielle Anreize für eine nachhaltige Nutzung wie beispielsweise Abwasserabgaben zur Äufnung von regionalen Wasserfonds.
Die aktuelle Ausgabe von «Thema Umwelt», der Zeitschrift von Pusch, stellt die neuen Herausforderungen für die Schweizer Wasserwirtschaft zur Diskussion. Sie gibt einen Überblick über den Stand der Forschung und stellt anhand konkreter Beispiele neue Instrumente und Organisationsformen vor.

PUSCH

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