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Gewässerpreis 2015 geht an die BKW für ihr Kraftwerk Aarberg

  • Kathrin Ruprecht
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Gewinnerin des Gewässerpreises Schweiz 2015 ist die BKW. Sie wird für gelungene Kompromisse zwischen Nutzung und Schutz der Gewässer beim Wasserkraftwerk Aarberg im Berner Seeland ausgezeichnet. Damit geht der Gewässerpreis zum ersten Mal überhaupt an ein Unternehmen der Wasserkraftproduktion.

Das Wasserkraftwerk Aarberg liegt am südlichen Rand der Berner Gemeinde Aarberg. Gebaut wurde das Kraftwerk zwischen 1963 und 1968 an der Aare zwischen Bern und dem Bielersee. Es ist das erste Laufkraftwerk der Schweiz überhaupt, das die höchste Öko-Zertifizierung – das Label naturemade star – erreicht hatte. Das war im Jahr 2000.

Diese in der Schweiz höchste Auszeichnung für erneuerbare Energie bezeugt, dass das Kraftwerk Aarberg besonders ökologisch produzierten Strom bereitstellt, schreibt Pro Natura. Die BKW hat mit ihrem Kraftwerk Aarberg einen Massstab gesetzt für eine zukunftsträchtige Wasserkraftproduktion, die mit Rücksicht auf die Natur wirtschaftet. Zahlreiche ökologische Aufwertungen rund um das Flusskraftwerk bieten wasserliebenden Tieren und Pflanzen den benötigten Lebensraum.

Das Optimum im Fokus

Mit der Verleihung des Gewässerpreises Schweiz 2015 an die BKW wird die Ausgewogenheit zwischen Nutzung und Schutz der Aare durch das Kraftwerk Aarberg gewürdigt. Die BKW hat in Aarberg ein Optimum erreicht zwischen der aussergewöhnlichen Biodiversität und den reichen Ökosystemleistungen, die ein freier Fluss bietet, und den Lebensansprüchen einer modernen Gesellschaft, die sich dank Stromproduktion und Hochwasserschutz aus Armut und Gefahren befreit hat. Der Preis soll die Preisträgerin BKW anspornen, weiterhin dieses Optimum zu suchen. Er soll aber nicht zuletzt auch andere Stromproduzenten dazu auffordern, unsere Flüsse und Gewässer so zu nutzen, dass sie uns Menschen und der gefährdeten Tier- und Pflanzenwelt als Erholungs- und Lebensräume erhalten bleiben.

Der Gewässerpreis wird dieses Jahr zum achten Mal verliehen. Er ging zuvor an den Kanton Genf (2001), die Stadt Zürich (2003), den Kanton Graubünden und die Gemeinde Samedan (2005), die Kantone Basel Stadt und Baselland (2007), den Kanton Bern (2009), an die Stiftung Bolle di Magadino und den Kanton Tessin (2011) sowie an den Pionier der ingenieurbiologischen Bauweise an Gewässern, Bernard Lachat (2013). Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen, von Pro Natura, vom Schweizerischen Wasserwirtschaftsverband SWV, vom Verein für Ingenieurbiologie VIB und vom Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute VSA.

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