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Getränkekarton Recycling

  • Monika Jung
  • 1

gkr_logoDie Schweiz verfügt über ein erfolgreiches Recyclingsystem, Konsumentinnen und Konsumenten trennen PET, Polyethylen (Milchverpackungen), Aluminium und Stahlblech vom übrigen Kehricht. Plastik und Getränkekartons werden jedoch bisher nicht recyclet. Dies soll sich ändern: Die drei Anbieter Tetra Pak (Schweiz) AG, SIG Combibloc (Schweiz) AG und Elopak Trading AG wollen ein neues Recyclingsystem für Getränkekartons einrichten.

„Wir möchten die praktische und hygienische Getränkeverpackung nicht nur produzieren, sondern auch die Strukturen für ein effizientes Recycling der Getränkekartons schaffen, das allen Beteiligten nützt“, schreibt der Verein Getränkekarton-Recycling Schweiz auf seiner Homepage. Als Vorbilder dienen ihnen andere Länder wie Deutschland und Österreich, wo das Kartonrecycling bereits eine Selbstverständlichkeit ist. Publikumsumfragen zeigen, dass in der Schweiz 81 Prozent der Konsumenten bereit wären, leere Getränkekartons zurückzubringen.

Ein Recycling ist ökologisch sinnvoller als die Verbrennung, dies zeigt eine Ökobilanz der Basler Expertenfirma Carbotech. Entscheidend für eine günstige Ökobilanz sei eine hohe Sammelquote und eine zweckmässige Verwertung der im Kartonverbundmaterial enthaltenen Kunststoff- und Aluminiumanteile, schreibt der Tagesanzeiger in einem Artikel zum Thema.

Gemäss Tages-Anzeiger, möchten die Getränkekartonhersteller noch in diesem Jahr mit dem Recycling beginnen können. Zuerst müssen aber Sammelstellen eingerichtet und die Finanzierung geklärt werden.

Weitere Informationen

Artikel im Tages-Anzeiger

1 Kommentar

  • Felix Staratschek

    Wie steht es denn um den Mehrweg, für den sich die Deutsche Umwelthilfe einsetzt? http://www.duh.de

    Und für Kunststoffe und Elektroschrott gibt es die Idee des Kryo Recycling:
    http://sites.google.com/site/kryorecycling
    Wäre doch für Schweizer Wissenschaftler eine Herausforderung, die erste Pilotanlage in der Schweiz zu bauen oder per Referendum einzufordern. In Deutschland verhindert dies eine mächtige Lobby. Die Schweizer könnten hier für einen besseren Umweltschutz stimmen und für Wohlstand mit weniger Umweltverbrauch.

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