Kalb Kuh Rind

Gesundes Kalbfleisch darf rot sein

  • Eliane Küpfer
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Am ersten September tritt die neue Tierschutzverordnung in Kraft. Sie sieht vor, dass die tierquälerische Praxis, Kälber nur mit Stroh und Milch zu füttern, nicht mehr erlaubt ist. Künftig sollen sie jederzeit Zugang zu Wasser haben und ihnen muss Heu, Mais oder ein anderes geeignetes Futter, das die Rohfaserversorgung gewährleistet, zur freien Aufnahme zur Verfügung stehen, so dass sie mit genügend Eisen versorgt sind. Dadurch bedingt wird die Kalbfleischfarbe künftig rosa bis rötlich sein.

Die Branchenvertreter, Behördenmitglieder und der Schweizer Tierschutz STS diskutierten nun über neue Qualitätskriterien für Kalbfleisch. Bis anhin wurde rotes Kalbfleisch mit einem Abzug von zwei bis drei Franken pro Kilo Schlachtgewicht belegt. Das wird es in Zukunft nicht mehr geben. Stattdessen wird für helles Fleisch eine Obergrenze definiert und Überschreitungen werden mit einem Abzug belegt. Neu als Qualitätskriterium beigezogen wird das Alter der Mastkälber. Die Kälber sollen nicht älter als 160 Tage sein und nach wie vor mit viel Milch oder Milchprodukten gefüttert werden.

Laut Proviande hat man so einen Konsenz gefunden, bei dem die Ansprüche des Tierschutzes ans Tierwohl und die Produktion von Qualitätskalbfleisch vereinbart werden können.

Bild: –Xocolatl [Public domain], via Wikimedia Commons

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Tierschutzverordnung

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