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Genügend Raum für gesunde Gewässer

  • Judith Schärer
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Fliessgewässer brauchen Raum um ihre natürlichen Funktionen – und damit auch den Hochwasserschutz – gewährleisten zu können. Die Gewässerschutzorganisation Aqua Viva macht sich mit einer Stellungnahme zur „Teilrevision der Verordnung über den Hochwasserschutz und die Wasserbaupolizei“ im Kanton Zürich für mehr Gewässerraum und damit für den Schutz und die Aufwertung unsere Gewässer stark.

Der Kanton Zürich legt im Rahmen der Teilrevision der Verordnung über den Hochwasserschutz und die Wasserbaupolizei insbesondere die rechtlichen Grundlagen zur Ausscheidung des Gewässerraumes fest. Diese Grundlagen bilden laut der Gewässerschutzorganisation Aqua Viva einen wichtigen Aspekt zum Schutz der Gewässer und somit ein bedeutendes Handlungsfeld. Betreffend der Ausscheidung des Gewässerraums und im Zusammenhang mit der Teilrevision der Verordnung über den Hochwasserschutz und die Wasserpolizei des Kantons Zürich hat die Gewässerschutzorganisation Aqua Viva ihre Anmerkungen in einer Stellungnahme an den Kanton forumliert. Ein Ziel ist etwa das Bestreben, die Gewässerräume möglichst frei von Anlagen und Bauten zu halten. In diesem Sinne erachtet die organisation es als sinnvoll, nicht mehr notwendige und nicht mehr genutzte Bauten und Anlagen im Gewässerraum gezielt rückzubauen.

Aqua Viva fordert den Kanton Zürich auf, bei den Regelungen zur Ausscheidung des Gewässerraums vorbildlich vorauszugehen. Nach der Teilrevision sollen zum Schutze der Gewässer die Gewässerräume möglichst bei allen Gewässern ausgeschieden werden. Ausnahmen, zum Beispiel bei eingedolten Gewässern, sind auf ein Minimum zu beschränken. Auch ist dem Erhalt von Bauten und Anlagen im Gewässerraum entgegen zu wirken. Fortschrittlich wäre die verbindliche Festschreibung des Einbezugs der Umweltverbände. Denn die Erfahrungen zeigen, dass partizipative Abläufe die Umsetzung von Projekten mit unterschiedlichen Interessen beschleunigen. Aqua Viva will gemeinsam mit verschiedenen Partnern gute Lösungen zu suchen – für lebendige Gewässer. Der Ball liegt nun beim Kanton Zürich, denn auch sein Ziel ist es, die Gewässer zu schützen.

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