Gentechfreie Landwirtschaft gestärkt

  • Caroline Nienhuis
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ohne_gentechAm vergangenen Dienstag hat sich die EU-Kommission entschlossen, ihren Mitgliederstaaten die Entscheidung zu gewähren, ob sie genetisch veränderte Kulturen anbauen wollen. Gemäss dem Entscheid würde die EU auch über die künftige Sicherheit von genetisch veränderten Organismen (GVO) und über deren Freigabe für den Anbau entscheiden. Neu könnten jedoch die einzelnen EU-Mitgliedstaaten selber über den Anbau von der EU zugelassener GVO bestimmen. Zusätzlich können Mitgliedstaten auch gentechfreie Zonen bestimmen ohne den Entscheid wissenschaftlich rechtfertigen zu müssen. Laut Gesundheitskommissar John Dalli seien die Einstellungen zu GVO zu unterschiedlich in der EU, was wiederum eine gemeinsame Entscheidung ob GVO zugelassen werden sollte, erschwere.

Nach diesem Entscheid fühlen sich Organisationen wie Bio Suisse darin bestärkt, die Schweizer Landwirtschaft in Zukunft gentechfrei zu halten. Die GVO-freie Produktion sei ein wichtiger Pfeiler der Qualitätsstrategie der Schweizer Nahrungsmittelproduktion, schreibt Bio Suisse in einer Medienmitteilung. Gleichzeitig reduziere der Entscheid der EU-Kommission den Druck auf die Schweiz, die im EU-Raum erlaubten gentechnisch veränderten Pflanzen auch in der Schweiz zuzulassen. Bio Suisse fordert deshalb vom Staat sich in seiner Agrarpolitik zu einer gentechfreien Landwirtschaft zu bekennen.

Europäische Kommission Nachrichten

Bio Suisse Medienmitteilung

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