Gentech-Raps in Basel: verboten verwildert

  • Nora Kieselbach
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Wie diverse Schweizer Medien heute berichten, hat Greenpeace  laut eigenen Angaben im Raum Basel genmanipulierten Raps gefunden, der in der Schweiz weder zum Anbau noch zum Import als Lebens- oder Futtermittel zugelassen ist. Die Pflanzen wuchsen in der Nähe von Bahn- und Schiffs-Infrastruktur und seien daher wohl verwildert, schreibt die Nachrichtenagentur sda.

An insgesamt drei Standorten, konkret in Basel-Kleinhüningen und -St.Johann sowie in Muttenz, wurde Raps der herbizidresistenten Monsanto-Sorte GT73 gefunden, teilte die Umweltorganisation Greenpeace gestern mit. Das Öko-Büro Biome habe in ihrem Auftrag 136 Pflanzen in der Nordwestschweiz getestet; 29 davon seien genmanipuliert gewesen. Greenpeace vermutet, dass Rapssamen beim Entladen von Schiffen oder aus Bahnwagen gefallen und dann gekeimt sind. Aktivisten sind nun damit beschäftigt, die betreffenden Pflanzen einzusammeln und den zuständigen kantonalen Behörden zu übergeben.

Dabei ist es weder in der Schweiz noch in der EU erlaubt, Gentech-Raps in die Natur freizusetzen. Einmal verwildert, ist diese Ölpflanze kaum mehr aus der Umwelt zu entfernen, da sie sich schnell ausbreitet und Samen noch nach Jahren keimen; Langzeit-Gesundheitsstudien fehlen und resistente Unkräuter drohen. Der für chemieintensive Landwirtschaft modifizierte Gentech-Raps wird in den USA und Kanada angebaut, wo inzwischen kaum mehr Gentech-freier Raps zu finden ist, weder als Saatgut noch auf Feldern. Auch beim Export nach Europa kommt so kontaminierte Ware mit.

Die Greenpeace-Aktion vom Mittwoch ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass das derzeitige Gentech-Moratorium für landwirtschaftlichen Anbau Ende 2013 ausläuft. Im Bundesparlament wird über die Verlängerung diskutiert.

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Bild: Daniel Schwen (Wikimedia Commons)

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