Gentech in der Schweizer Landwirtschaft: neue Studie wird hart kritisiert

  • Redaktion Naturschutz
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Gemäss einer Studie der Forschungsanstalt Agroscope FAL sei ein Nebeneinander von Anbausystemen mit und ohne Gentechnik in der Schweiz möglich. Die Studie bezieht sich auf Mais, Raps und Weizen. Voraussetzung für eine solche Koexistenz seien technische und organisatorische Massnahmen sowie Absprachen bei der Planung von Isolationsabständen. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) und im Hinblick auf die Volksinitiative „für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft“ erarbeitet.

Die Studie wurde umgehend hart kritisiert. Die Schlussfolgerungen aus der Studie gingen an den biologischen, landwirtschaftlichen und ökonomischen Realitäten vorbei, kritisiert etwa das Initiativkomitee der „Gentechfrei-Initiative“. Sie hätten offenbar das Ziel, die Gentechnik in der Schweiz möglich zu machen. Die Distanzempfehlungen 50 Meter zwischen Gentechmais und konventionellem Mais etwa seien rekordverdächtig gering und kürzer als bei fast allen anderen relevanten Publikationen. Auch das Koexistenzkonzept für Raps mit einer Distanzregelung von 50 Metern widerspreche wissenschaftlichen Informationen, denn es müsse mit Pollenflug von einigen hundert Metern bis zu einigen Kilometern gerechnet werden.

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