Appenzeller Ziege | © Moritz Schmaltz,  [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Appenzeller Ziege | © Moritz Schmaltz, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Genpool der Nutztiere muss erhalten bleiben

  • Amanda Buol
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Die Ernährung- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ruft dazu auf den Genpool seltener Nutztierrassen zu bewahren.

Nutztierhalter und Politiker sind zwar immer mehr interessiert, die Biodiversität der Nutztiere für die Produktionssteigerung und Ernährungssicherheit zu nutzen. Trotzdem warnt die FAO vor dem möglichen Verlust vieler seltener, wertvoller Nutztierrassen.

Wie im neusten Bericht der FAO steht, seien 17 Prozent aller Nutztierrassen weltweit (1’458 Arten) vom Aussterben bedroht. 58 Prozent aller Rassen konnten nicht beurteilt werden, aufgrund fehlender Populations-Daten. Klar sei jedoch, dass beinahe hundert Nutztierrassen in den letzten 14 Jahren verschwunden seien.

Die höchste Anzahl gefährdeter Arten finden sich in Europa, Kaukasus sowie Nordamerika. Denn die hochspezialisierte Viehindustrie in diesen Regionen nutzen nur eine kleine Anzahl von Rassen.

Als Hauptursache der genetischen Erosion bezeichnet die FAO die wahllose Kreuzung zweier Rassen. Aber auch die Nutzung nicht-einheimischer Arten, der Rückgang traditioneller Tierhaltungssysteme und die Vernachlässigung der nicht wettbewerbsfähigen Rassen tragen zum Verlust bei.

Laut FAO ist eine genetische Vielfalt jedoch sehr wichtig für die zukünftigen Herausforderungen. Denn mit den Genressourcen könne so die globale Ernährungssicherheit auch für die nächsten Generationen gewährleistet werden. Zu den zukünftigen Herausforderungen zählen der Klimawandel, Krankheiten, Land- und Wasserdruck sowie ändernde Nachfrage auf dem Markt. Daher sei es besonders wichtig, dass der Genpool erhalten bleibe.

Zahlreiche Staaten sind bereits daran, etwas gegen den Rassenschwund zu unternehmen, wie beispielsweise Genbanken, Erhaltung der Populationen oder gegründete Beratungsgruppen.

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