Gen-Baumwolle sorgt für Insektenboom am Feld

  • Redaktion Naturschutz
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Sieben Jahre nach dem Anbau von Gen-Baumwolle in China konnte zwar der Hauptschädling, die Rosarote Baumwollkapselraupe, in Schach gehalten werden, allerdings sind an ihre Stelle zahlreiche andere Schädlinge getreten und die Bauern müssen nun mindestens genauso viele Insektizide ausbringen wie in Zeiten zuvor. China war nach den USA das zweite Land, in dem die genetisch veränderte Baumwollpflanze Bt-Cotton angepflanzt wurde. In den ersten zwei bis drei Jahren konnten die Bauern bis zu 70 Prozent der bis dahin ausgebrachten Insektizide gegen die Rosarote Baumwollkapselraupe – dem so genannten Bollworm – einsparen. Das schonte sowohl die Menschen als auch Umwelt, aber auch die Brieftaschen der Bauern. Sieben Jahre später allerdings zeigt sich ein etwas anderes Bild: Die Sekundärschädlinge hatten dafür gesorgt, dass die Bauern erneut zu Insektiziden greifen mussten. Dadurch, dass in der genveränderten Pflanze nur das Bt-Toxin enthalten ist, laufen die anderen Schädlinge Amok, wie Experten beschreiben. (sm)

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