FIsch

Gemüse- und Fischernte in der Stadt!

  • Corinna von Kürthy
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Wer gerne frisches Essen zu sich nimmt und sogar Lust dazu hat, diese Lebensmittel selber anzubauen, für den könnte das Projekt  „UrbanFarmers“ interessant sein. Ziel dieses Unternehmens ist es, ökologische Nachhaltigkeit, soziales Kapital und ökonomischen Erfolg unter einen Hut zu bringen. Das Projekt möchte mit ökologisch-nachhaltigem Ressourceneinsatz lokale Lebensmittel „IN“ der Stadt „FÜR“ die Stadtbevölkerung produzieren und damit eine nachhaltige Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert mitprägen.

 

Bei den UrbanFarmers steht nicht nur Gemüse auf dem Speise- und Ernteplan, sondern auch Fisch! Das kommt nicht nur bei den Grossstädtern gut an. Für ihr Engagement haben UrbanFarmers 2011 auch den Schweizer Nachhaltigkeitspreis erhalten. Laut Andreas Graber, Mitbegründer von UrbanFarmers, basiert die erfolgversprechende Anbaumethode von Fisch und Gemüse auf dem Aquaponic Konzept, welches an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) erforscht wurde. Aquaponic macht sich die Symbiose der Natur zu Nutze, indem die Nährstoffe aus der Fischfarm als natürliche Düngemittel für die Aufzucht von Pflanzen verwendet werden. Dabei werden die natürlichen Nährstoffe wie in der Natur zu einem geschlossenen Kreislauf verbunden und für eine nachhaltige Produktion von frischen und gesunden Lebensmitteln genutzt. „Mit den Ausscheidungen von einem Kilo Fisch kan man gut fünf Kilo Gemüse düngen“, berichtet Andreas Graber. Der Betreiber müsse lediglich genügend Fische züchten und diese im richtigen Mass füttern. Geerntet werden kann beides: Fisch und Biogemüse!

Dieses doch recht ungewöhnliche Konzept wird auch an ungewöhnlichen Orten eingesetzt. Zu den Standorten der „urbanen Farmen“ gehören Parkplätze über Einkaufszentren oder die Dachgeschosse von Industriegebäuden. Genutzt werden sie von kleinen Gruppen in der Nähe wohnender Städter, die sich zur Fisch- und Gemüseproduktion zusammentun.

Informationen

UrbanFarmers

Zürcher Hoschschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW)

Bild: Ra Boe [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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