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Gemeinsam für den Tropenwald

  • Manuela Just
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Anfang März entscheiden die brasilianischen Abgeordneten über eine Gesetzesänderung mit allenfalls katastrophalen Folgen für den Tropenwald. In der Schweiz hat die drohende Gefahr zu einem aussergewöhnlichen Zusammenschluss geführt: Sämtliche Präsidenten der grossen Schweizer Parteien haben einen gemeinsamen Brief unterzeichnet. Darin bitten sie Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff, ihr Veto gegen den fatalen Gesetzesentwurf einzulegen.

Im Abgeordnetenhaus Brasiliens wird nächste Woche eine Gesetzesänderung beraten. Wird sie angenommen, sind bis zu 76 Millionen Hektar wertvoller Tropenwald in Gefahr – eine Fläche so gross wie Deutschland, Österreich und Italien zusammen. Das neue Gesetz ermöglicht massiv mehr Rodungen für Sojaplantagen und Rinder-Weideflächen. Bereits gerodete Flächen müssten zudem nicht wie bisher wiederaufgeforstet werden. Dies hätte eine enorme Erhöhung des CO2-Ausstosses zur Folge.

In seltener Einigkeit haben sich die acht Präsidenten von FDP, GP, SVP, SP, BDP, GLP, CVP und EVP zusammengetan: In einem gemeinsamen Brief bitten sie Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff, ihr Veto gegen das neue Waldgesetz einzulegen. 

„Brasilien hat sich in den vergangenen Jahren mit seinen Erfolgen bei der Bekämpfung der Entwaldung und mit der signifikanten Reduktion des damit verbundenen Treibhausgasausstosses weltweit Respekt und grosse  Anerkennung erworben … Im Vorfeld des Rio+20-Gipfels würde eine solche Gesetzesänderung die führende Rolle des Landes sowohl beim Waldschutz wie beim Klimaschutz gefährden“,schreiben die Schweizer Parteipräsidenten.

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Bild: Shao (Wikimedia Commons)

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