Gefährliche Stoffe belasten Gewässer

  • Caroline Nienhuis
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fluss_birsZahlreiche Chemikalien aus Medikamenten und Putzmittel stehen im Verdacht, die Gewässer in der Schweiz zu belasten, schreibt das Infoportal CH-Forschung. Seit Jahren beobachten Forscher, dass männliche Fische immer weiblicher werden. Die Ursache dafür seien sogenannte hormonaktive Stoffe, künstlich hergestellte Substanzen die ähnlich wie natürliche Hormone wirken. Obwohl solche Substanzen nur in sehr kleinen Konzentrationen (Mikroverunreinigungen) über das Abwasser in die Gewässer gelangen, können schon winzige Mengen die Wasserlebewesen negativ beeinflussen. Insgesamt sind ca. 30’000 organische Mikroverunreinigungen aus Pflanzenschutzmittel, Medikamenten, Körperpflegeprodukten sowie Putz- und Waschmittel in Haushalt, Gewerbe und Industrie im Einsatz.

Mit solchen schlecht abbaubaren Kleinstverschmutzungen sind die Abwasserreinigungsanlagen (ARAs), welche mehrheitlich in den 1970er und 80er Jahren gebaut wurden, überfordert. Die Chemikalien werden nur teilweise oder gar nicht entfernt. Mit der revidierten Gewässerschutzkontrolle möchte das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) die Situtation unter Griff kriegen. Nun sollen rund 100 ARAs bis 2020 mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe ausgestattet werden. Damit hofft das Uvek das Abwasser von der Hälfte der Schweizer Bevölkerung von Mikroverunreinigungen zu befreien.

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