Gefährliche Atommüll-Transporte

  • Dominique Haiden
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akw1Am 3. März 2011 wurden radioaktive Abfälle aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague via Basel in die Schweiz zurück gebracht: nach Würenlingen. Atommüll ist extrem gefährlich, und sein Transport setzt die Bevölkerung einem  grossen Risiko aus. Gleichzeitig ist die Endlagerung ein weltweit  ungelöstes Problem. Die Regierungen der Endlagerkantone sind äusserst kritisch gegenüber Tiefenlagern. Die Grünen kritisieren, die Gefahr, die von Atommüll-Transporten ausgeht und die mangelnde Information der Behörden. Die Grünen betonen, dass kein zusätzlicher Müll produziert werden darf und  lehnen darum den Bau neuer AKW strikt ab.

Die Ausfuhr von radioaktiven Abfällen aus der Schweiz ist bis 2016 verboten. Bis dann gilt das Moratorium, das mit der Revision des Kernenergiegesetzes 2006 beschlossen wurde. Das radioaktive Material, das vor dem Moratorium exportiert wurde, kommt nach und nach in die Schweiz zurück. Dabei handelt es sich entweder um hochaktive Abfälle (Spaltprodukte) oder um mittelaktiven Müll in Form von gepressten Rohrstücken oder Metallteile der abgebrannten Brennelemente in Stahlcontainern. Diese Abfälle entstehen bei der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennstäbe aus Schweizer Kraftwerken.

Der Aargauer Nationalrat Geri Müller findet es grundsätzlich richtig, dass der Atommüll wieder in die Schweiz zurückkehrt, denn er wurde hier produziert. „Aber wir müssen darauf hinweisen, dass wir unglaublich widersprüchlich sind: Es gibt Menschen, die Atomstrom wollen, doch den Müll wollen sie nicht. Sie wissen auch keinen Standort, wo man diesen eine Million Jahre lang sicher lagern könnte. Der Atommüll kommt zurück, wir wissen aber nicht wohin damit“, sagte er am Point de presse der Grünen.

Die Basler Nationalrätin Anita Lachenmeier betont: „Wir können es nicht verantworten, radioaktive Abfälle zu produzieren, welche zur Aufbereitung quer durch Europa transportiert werden müssen und dadurch hunderttausende Personen einer Gefahr aussetzen.“   Atomtransporte sind ein Teil der Atomtechnologie. Sie werden erst nicht mehr durchgeführt werden müssen, wenn die Energieversorgung nicht mehr aus AKW stammt, sondern aus erneuerbaren Energien.

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Grüne Partei Schweiz

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