© Alpen-Initiative
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Gefahrguttransporte sollen auf die Schiene

  • Amanda Buol
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Die Strasse über den Simplon wurde nicht für 40-Tonnen-Lastwagen gebaut, die gefährliche Güter geladen haben. Diese sollen auf der Bahn abgewickelt werden. Der Bundesrat wird von der Alpen-Initiative an ihrem traditionellen Mahnfeuer aufgefordert, am Simplon ein Fahrverbot für Lastwagen mit Gefahrgut zu erlassen.

Der Simplonpass ist für Chauffeure und Fahrzeuge eine anspruchsvolle Strecke. Über 3’000 Höhenmeter muss ein Lastwagen beim Hinauf- und Hinunterfahren insgesamt bewältigen. Anders als am Gotthard oder am San Bernardino sind am Simplon auch Transporte mit gefährlichen Gütern, wie Heizöl, Lösungsmittel oder andere gefährliche Chemikalien, erlaubt.

Trotz Havariebecken und Notbremsspuren, werde das Problem nicht gelöst, meint die Alpen-Initiative. Es gebe keinen Grund, ausgerechnet die gefährlichsten aller Lastwagen über den Simplonpass, mit seinen vielen Kurven und starkem Gefälle, fahren zu lassen. Diese Transporte gehören auf die Schiene, sagt Doris Schmidhalter-Näfen, Walliser Gemeinde- und Grossrätin aus Ried-Brig, am Mahnfeuer der Alpen-Initiative vom Samstag 13. August, auf dem Simplon.

Flächen für Verladestationen sind sowohl nördlich, wie auch südlich des Passes vorhanden. Auch der Tunnel sei gross genug für Lastwagen mit vier Meter Eckhöhe, so die Alpen-Initiative. Deshalb fordern sie ein generelles Fahrverbot für Lastwagen mit gefährlichen Gütern am Simplon. Auch hier soll gelten, was an den anderen Transitübergängen wie Gotthard und San Bernardino gilt: nur kleinste Mengen von gefährlichen Güter dürfen auf Lastwagen mitgeführt werden.

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