birkhahn

Gefährdete Arten vor Jagd schützen

  • Monika Jung
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waldschnepfeWildtiere sind vielen negativen menschlichen Einflüssen ausgesetzt, der Zerstörung der Lebensräume und Unterbrechung ihrer Wanderwege, dem Klimawandel und zunehmenden Störungen durch Erholungssuchende. Einige der gefährdeten Arten wie die Waldschnepfe werden weiterhin bejagt. Dass das mit einem Schutz der Biodiversität in der Schweiz nicht vereinbar ist, betonten viele Delegierte des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz an ihrer Delegiertenversammlung vom Sonntag in Burgdorf. Sie fordern, dass die Waldschnepfe, der regional im Rückgang begriffene Birkhahn und das stark unter dem Klimawandel leidende Schneehuhn vor der Jagd und anderen negativen Einflüssen geschützt werden.

Die Möglichkeit dazu bietet die bevorstehende Revision der Jagdverordnung. Kein Verständnis hatten die Delegierten für die Idee der Bundesverwaltung und des Nationalrats, die Definition von Wildschäden stark auszuweiten. So darf die Tatsache, dass ein Wildtier ein anderes Wildtier frisst, nicht zum Grund für Eingriffe werden, wenn die Kantone befürchten, für ihr Jagd- oder Fischereiregal etwas kleinere Einnahmen zu erhalten. Vielmehr gilt es bei der Jagdverordnungsrevision dort anzusetzen, wo die echten Probleme für die Wildtiere liegen. Vor allem sind die immer mehr zum Problem werdenden Störungen durch Erholungssuchende zu reduzieren.

Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz

Bild: Ronald SI

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