Gefährlicher Pilz auch bei den einheimischen Geburtshelferkröten entdeckt

  • Redaktion Naturschutz
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Der parasitische Pilz Batrachochytrium dendrobatidis ist mitverantwortlich für den Rückgang von Amphibien in zahlreichen Ländern. Besonders in tropischen Ländern sind im Zusammenhang mit dessen Auftreten innert kurzer Zeit zahlreiche Arten grossräumig selten geworden, mehrere Dutzend sogar ganz ausgestorben. Auch in Europa scheint er weit verbreitet zu sein.
Eine laufende Untersuchung hat nun ergeben, dass auch Schweizer Geburtshelferkröten zu einem grossen Teil den Pilz mit sich tragen. Noch ist unklar, weshalb der Pilz so weit verbreitet ist. Es ist auch noch nicht klar, weshalb befallene Tiere bei uns offenbar nicht in dem Masse daran sterben wie in anderen Regionen. Neben der Geburtshelferkröte können die meisten Amphibienarten vom Pilz befallen werden.
Der Befund ist alarmierend. Solange die Auswirkungen des Pilzes nicht bekannt sind, müssen sich alle, die mit Amphibien zu tun haben, darum bemühen, die weitere Verbreitung des Pilzes einzudämmen. Bis auf weiteres gelten daher in der ganzen Schweiz einschneidende Vorschriften. Die wichtigsten: Ab sofort dürfen keine Amphibien mehr umgesiedelt oder verschleppt werden. Nach der Handhabung von Amphibien sind Hände, Fangutensilien und Stiefel abzuwaschen und gut zu trocknen. (sb)

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