3. November 2006 | Gebietsschutz | Von

Moorschutz noch immer ungenügend

Das Management von Moorlandschaften in der Schweiz ist ungenügend, teils gar nicht vorhanden. Das zeigt eine von Pro Natura durchgeführte Untersuchung an sieben Fallbeispielen in den Kantonen Obwalden, Luzern und Bern. In keiner der untersuchten Moorlandschaften bestehe ein zielgerichtetes Management, schreibt Pro Natura. Und dies fast 20 Jahre nach der Abstimmung über die Rothenthurm-Initiative und 10 Jahre nachdem die Moorlandschaftsverordnung die Kantone verpflichtet hat, den Schutz dieser Landschaften umzusetzen.
Bund und Kantone kommen ihrem Auftrag laut Pro Natura nicht nach. Besonders bedrohlich sei diese Situation für das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn. Auch das Überleben der Moorbläulinge oder des fleischfressenden Sonnentaus werde aufs Spiel gesetzt. (sb)

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