Elektroheizung

Gebäudetechnik: riesiges Energiesparpotential

  • Dominique Haiden
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Nach dem Ja des Bundesrats zum Atomausstieg ist jetzt auch die Gebäudetechnik-Branche gefragt. Das Energiesparpotential in der Gebäudetechnik ist riesig, einfache Massnahmen sind rasch umsetzbar. Allein mit dem Ersatz ineffizienter Umwälzpumpen für Heiz- und Warmwasser können rund 1‘100 GWh Energie pro Jahr eingespart werden. Das sind gut 50 Prozent der Jahresproduktion des KKW Mühleberg. Noch mehr Potential besteht bei Elektroheizungen, wie der Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband suissetec berichtet.

Rund 2,65 Millionen Umwälzpumpen für Raumheizung und Warmwasser sind in der Schweiz im Einsatz. Sie verbrauchen gut 1‘600 GWh Energie pro Jahr. Dank Optimierung und Ersatz durch Pumpen der Energieeffizienzklasse A liessen sich mindestens 1‘100 GWh einsparen. Das Austauschen einer ineffizienten Umwälzpumpe ist durch Heizungs- bzw. Sanitärinstallateure sehr rasch umsetzbar und kostet im Wohnungsbau nur ca. 900 bis 1‘200 Franken. Dank niedrigerem Stromverbrauch lässt sich die Investition zudem zügig amortisieren.

Noch grösser ist das Potential bei den Elektroheizungen. Je nach Quelle liegt der Anteil der Elektroheizungen am Schweizer Stromverbrauch in der Grössenordnung von 6 bis 12 Prozent. Wenn es gelingt diese Elektroheizungen durch Wärmepumpen mit einer angenommenen Jahresarbeitszahl von 4.5 zu ersetzen, so beträgt das Einsparpotential vorsichtig gerechnet 4‘000 bis 4‘500 GWh pro Jahr. Dabei sind weitere Möglichkeiten durch Gebäudesanierungen, Optimierung der Steuerungen und verbesserte Jahresarbeitszahlen der Wärmepumpen noch nicht einmal eingerechnet.

Angesichts des bundesrätlichen Ja zum Atomausstieg will der Schweizerisch-Liechtensteinischen Gebäudetechnikverband suissetec nun den Ersatz von ineffizienten Umwälzpumpen und Elektroheizungen beschleunigen und in beiden Fällen eine Unterstützung durch den Bund prüfen.

 

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