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Gäu soll mit A1-Ausbau verschandelt werden

  • Nicole Wabersky
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Ein überparteiliches Komitee unter dem Ko-Präsidium von Ständerat Roberto Zanetti und den Nationalräten Urs Schläfli und Kurt Fluri verlangt, dass beim Ausbau der A1 im Gäu die Autobahn auf einer Länge von 2 Kilometern unterirdisch geführt wird. Nachdem die beiden Verbände Pro Natura Solothurn und Solothurnischer Bauernverband im Rahmen des öffentlichen Mitwirkungsverfahrens diese Forderung erhoben haben, soll nun ein breit abgestütztes Komitee dem Begehren Nachdruck verschaffen. Mit der Tunnelvariante soll der Kulturlandverbrauch im Gäu reduziert werden und der unvermeidbare Ausbau der Autobahn A1 umwelt- und landschaftsschonender gestaltet werden.

Ständerat Roberto Zanetti hielt in seinen Ausführungen fest, dass die Absenkung der A1 auf
einer Strecke von rund 2 km und die Tunnelführung eine massive Aufwertung für das Gäu
bringt. Das Gäu wird künftig nicht mehr von einem durchgehenden Asphaltband
durchschnitten. Neben dem landschaftlichen Gewinn bringt dies vor allem auch für die Natur grosse Vorteile. Im Gäu befindet sich ein Wildtierkorridor von nationaler Bedeutung. Bei einer oberirdischen Linienführung der A1 müsste eine mindestens 50 Meter breite Wildtierüberquerung gebaut werden. Ein Eingriff der das Landschaftsbild weiter beeinträchtigt.

Mit der Tunnelvariante kann für die Wildtiere eine bessere Situation geschaffen werden ohne dass dafür Kulturland verbraucht und den Bauern Land entzogen wird. Auch für die Bevölkerung bringt die Tunnelvariante Vorteile, wird doch die Lärmbelastung auf einer längeren Strecke massiv reduziert. Ständerat Roberto Zanetti hat eine entsprechende Motion bereits im letzten Dezember im Ständerat eingereicht. Wie er ausführte, hat der Bundesrat diese Motion sehr schnell beantwortet und auch erklärt, dass die Tunnelvariante ernsthaft geprüft wird. Das Astra hat einen entsprechenden Prüfungsauftrag erhalten. Da diese Prüfung noch nicht abgeschlossen war, hat Roberto Zanetti seine Motion im Ständerat zurückgezogen, um so den Druck weiterhin Aufrecht zu erhalten.

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Bild: JuergenL [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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