Gartenmöbel aus Raubbau-Tropenholz weiterhin im grossen Stil im Verkauf

  • Redaktion Naturschutz
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Auf einem Rundgang durch die Gartenmesse Giardina in Zürich nahm der WWF bei 17 Ausstellern Gartenmöbel unter die Lupe. Ernüchterndes Resultat: 14 Aussteller bieten Gartenmöbel aus tropischem Raubbau-Holz an. Dabei dominieren Teak-Möbel – ungeachtet der bekannten ökologischen und sozialen Probleme, die durch die Teak-Gewinnung entstehen. Für das gefragte Holz plündert das Militärregime in Burma die letzten weltweit verbliebenen Teak-Wälder und drängt Tausende von Menschen zur Zwangsarbeit in der burmesischen Waldwirtschaft.
Vom WWF darauf angesprochen, behaupteten viele Aussteller, ihr Teak stamme aus Indonesien, blieben den Nachweis aber schuldig. Zudem ist auch indonesisches Teak problematisch: 60 Prozent davon wird nach Schätzungen des indonesischen Forschungsinstituts CIFOR illegal gefällt. Immer wieder kommt es zudem zu blutigen Übergriffen von Plantagenbetreibern gegen lokale Dorfgemeinschaften.
Dabei gibt es Alternativen zu Teak. Gartenmöbel mit dem FSC-Label sind aus Holz gefertigt, das nachweislich mit Rücksicht auf Mensch und Natur gewonnen wird. An der Giardina fand der WWF aber nur gerade bei zwei Ausstellern vereinzelt FSC-Gartenmöbel. Ein ökologisches Feigenblatt: Die gleichen Aussteller verkauften auch Möbel aus unzertifiziertem Holz ohne Herkunftsnachweis.

Dass es auch anders geht, zeigen beispielsweise Möbel Pfister oder die Migros, die nur noch Tropenholz-Gartenmöbel mit dem FSC-Label in ihrem Sortiment haben. Die beiden Unternehmen sind nicht in der WWF-Erhebung erfasst, da sie nicht an der Giardina ausstellen.

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wwf.ch/fsc

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