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Gallwespe im Tessiner Wald

  • Nicole Wabersky
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Durch den internationalen Handel werden laut dem BAFU Tiere und Pflanzen über Verpackungsmaterialien, Holzpaletten, Containern oder Fahrzeugen eingetragen. Das hat mitunter Folgen, wie nun am Tessiner Wald bestätigt. Die Bäume weisen ein Krankheitsbild auf, welches auf die Edelkastaniengallwespe schließen lässt. Das BAFU berichtet hierzu von verschiedenen Merkmalen, wie deformierten Blättern, abgestorbenen Trieben, Gallen an den Ästen und dem Fehlen von Früchten an den Bäumen.

Als Fallbeispiel wird vom BAFU der Tessiner Wald genannt. Die Kastanienbäume im Tessiner Wald werden nicht nur, wie im Artikel genannt für die Produktion von Marroni verwendet, sondern sind auch ein Schutz gegen Lawinen, Murgänge, Steinschläge und Rutschungen. Leider werden die Edelkastaniengallwespen nicht gleich bemerkt, da die Eier schon im Frühling in die Knospen gelegt werden, wo die Wespen unbemerkt heranwachsen und dann als adulte Tiere schlüpfen. Durch den Befall werden laut dem BAFU die Bäume geschwächt und sind somit anfälliger für andere Krankheiten.

Ein möglicher Ausweg würde die chinesische Wespe Torymus sinensis als natürlicher Feind der Gallwespe bieten. Hinsichtlich des Einsatzes gibt es laut dem BAFU dennoch Bedenken, da nicht genau bekannt ist, wie die „Wechselwirkung zwischen dieser und den einheimischen Wespen, aber auch den Edelkastanien, Gallwespen und Antagonisten“ ausschaut.

Generell, möchte das BAFU eng mit den Kantonen zusammenarbeiten, aber auch „die Beteiligten besser informieren und Erfahrungen über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus austauschen“ und die „eidgenössischen- und kantonalen Forst- und Pflanzenschutzdienste mehr stärken“.

Weitere Informationen

BAFU

Bild: F. Ceragioli (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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