Matterhorn

„Für Berghexen und Feuersalamander“

  • Corinna von Kürthy
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In den Alpen leben rund 43‘000 Tier- und Pflanzenarten. Diese Vielfalt kann nur weiter bestehen, wenn die Lebensräume erhalten und miteinander verbunden bleiben. Denn um zu gedeihen und sich fortzupflanzen, müssen sie sich frei bewegen können. Wie die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA soeben in einer Medienmitteilung verkündete, soll mit einem kürzlich veröffentlichten Film beispielhaft aufgezeigt werden, wie Gemeinden Massnahmen umsetzen können, damit diese auch Wirkung für Tiere und Pflanze erzielen.

Will beispielsweise eine Gemeinde aus Biomasse Energie gewinnen, so bauen Landwirte möglicherweise nun auf bisherigen Wiesen intensive Kulturen an. Rehe finden auf solchen kahlen Feldern kaum mehr Deckung, um diese sicher überqueren zu können. So und auf viele andere Arten werden vielerorts in den Alpen funktionierende Verbindungen von Lebensräumen durchtrennt, oft unbedacht und meistens dauerhaft. Der Lebensraum der Tiere wird löchrig und die Vielfalt an Arten nimmt ab – manche Arten verschwinden sogar. „Es ist dringend nötig, für die Natur zu denken und zu handeln“, erklärt CIPRA-Projektleiterin Aurelia Ullrich-Schneider.

Der Film „Für Berghexen und Feuersalamander – Wie Gemeinden in den Alpen Lebensräume vernetzen“ zeigt exemplarisch, wie Gemeinden zum Erhalt der vielfältigen Natur in den Alpen beitragen können. Gemeindeverantwortliche aus dem französischen Département Isère, dem schweizerischen Engadin und aus Südtirol erklären, wie ihr Beitrag für vernetzte Lebensräume aussieht. Dabei unterstreichen sie, dass davon nicht nur die Natur profitiert, sondern auch die Menschen.

Der 15-minütige Film ist in Deutsch, Italienisch, Französisch, Slowenisch und Englisch als kostenlose DVD erhältlich und im Internet verfügbar. Zusätzlich zeigt die CIPRA den Film in den nächsten Monaten bei verschiedenen Anlässen dem Zielpublikum der GemeindevertreterInnen, unter anderem an den Schauplätzen des Films.

Film: © CIPRA
Bild: Zermatt photos [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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