Bild: von Unbekannt (USDA) [Public domain], via Wikimedia Commons
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Fünf gefährliche Stoffe werden Verboten

  • Eliane Küpfer
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Fast 160 Staaten sind vom 28. April bis 10. Mai 2013 in Genf im Rahmen einer Konferenz dreier Konventionen über Chemikalien und gefährliche Abfälle zusammengekommen, um auf internationaler Ebene den Umgang mit Chemikalien und gefährlichen Abfällen zu regeln, schreibt das BAFU in einer Mitteilung

In die Liste der persistenten organischen Schadstoffe wurde unter anderen HBCD aufgenommen. Es ist nun verboten, den Brandhem- mer HBCD zu produzieren und zu verwenden. Ausnahmen können in den ersten fünf Jahren bewilligt werden, wenn HBCD als Zusatz in Gebäudeisolationen aus expandiertem und extrudiertem Polystyrol eingesetzt wird. Vier weitere Chemikalien wurden zusätzlich dem Übereinkommen von Rotterdam unterstellt. Ohne vorherige Zustimmung der Empfängerländer, die über die Gesundheits- und Umweltrisiken im Voraus in Kenntnis zu setzen sind, dürfen diese Stoffe nicht mehr exportiert werden.

Nicht einigen konnte sich die Vertragsparteienkonferenz des Rotterdamer Übereinkommens hingegen über die Aufnahme von Chrysotil-Asbest und einer Pestizidformulierung, die Paraquat enthält, in die Konvention. Die Schweiz ist enttäuscht, dass die Verhandlungen über diese beiden Produkte nicht erfolgreich waren. Sie wird mit anderen interessierten Ländern nach einer Lösung suchen, damit diese für Gesundheit und Umwelt gefährlichen Stoffe dem Übereinkommen unterstellt werden.

Im Rahmen des Basler Übereinkommens haben die Staaten ebenfalls eine Reihe von technischen Unterlagen verabschiedet, die den Umgang mit Abfällen und die Überwachung der Bewegungen zwischen den Ländern verbessert. Franz Perrez, Chef der Schweizer Verhandlungsdelegation und Präsident der Vertragsparteienkonferenz des Basler Übereinkommens, bestätigt die Dynamik und die Vitalität der Umweltpolitik im Bereich Chemikalien und gefährliche Abfälle. „Die in Genf erzielten Fortschritte leisten einen wichtigen Beitrag an den Schutz von Mensch und Umwelt vor den schädlichen Auswirkungen der Chemikalien. Diese Fortschritte zeigen zudem das grosse Potenzial, das ein umweltverträglicher Umgang mit Chemikalien und gefährlichen Abfällen für die nachhaltige Entwicklung birgt.“

Bild: von Unbekannt (USDA) [Public domain], via Wikimedia Commons

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