Der Aktionsplan zur Rettung der lässt zu Wünschen übrig. | © Beat Meier [CC-BY-SA-3.0], via flickr
Der Aktionsplan zur Rettung der lässt zu Wünschen übrig. | © Beat Meier [CC-BY-SA-3.0], via flickr

Für die Rettung des Doubs lässt sich der Bund Zeit

  • Amanda Buol
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Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat zusammen mit dem Bundesamt für Energie und den Kantonen Neuenburg und Jura Ende November einen Aktionsplan zur Rettung des Doubs veröffentlicht. Den Umweltorganisationen Pro Natura, WWF und Schweizerischen Fischerei-Verband geht es aber zu langsam voran. Sie fordern ein schnelles Umsetzen des Aktionsplans.

Der Doubs wird, wie zahlreiche schweizerische Gewässer, von menschlichen Einflüssen bedroht. Die intensive Wasserkraftnutzung sowie Pestizid- und Nährstoffeintrag aus der Landwirtschaft sind nur einige der Faktoren, die den Gewässerlebensraum des Doubs zerstört. Zahlreiche Flussbewohner werden durch den Zustand des Doubs beeinflusst. Ob die sehr seltene Fischart Apron, die „Roi du Doubs“, überlebt, steht in den Sternen.

Nachdem die Schweiz und Frankreich 2013 von der Berner Konvention ermahnt wurden, wurden sie mit notwendigen Aufgaben betraut um den Grenzfluss und seine Bewohner am Leben zu erhalten. Heute sind zwar die Verbesserungen zu Gunsten des „Roi du Doubs“ bekannt. Die von der Berner Konvention geforderten Massnahmen müssen jedoch schnell umgesetzt werden. Dazu ist der nationale Aktionsplan zur Rettung des Doubs ein nächster Zwischenschritt. Er dient zur „Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Ökosysteme“ sowie zum „nachhaltigen Schutz sämtlicher Arten, die für den Doubs und seine Zuflüsse typisch sind“.

Der Aktionsplan wurden nun mit einjähriger Verspätung vorgelegt. Pro Natura, WWF und der Schweizerische Fischerei-Verband bedauern dies sehr. Für die Sitzung der Berner Konvention sei die Veröffentlichung zu kurzfristig. Es gebe einen Massnahmenkatalog, der die Umsetzung vorzeichne. Dennoch sei absehbar, dass die von der Berner Konvention gesetzten Fristen für die Umsetzung überall verpasst werden. Auf Unverständnis stossen ausserdem die Pläne des Kantons Jura für zusätzliche Wasserkraftnutzung im Schutzgebiet Doubs, die einer schnellen Wiederherstellung der Fischdurchgängigkeit entgegensteht. Die Umweltorganisationen rufen zum Handeln auf und fordern ein schnelles Umsetzen der Empfehlung der Berner Konvention.

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