Frühere Beschneiung im Kanton Bern

  • Barbara Darani
  • -

schneekanoneDer Regierungsrat des Kanton Berns hat den frühesten Beschneiungszeitpunkt auf den 15. Oktober vorgelegt. Dafür dürfen die Schneekanonen nur noch bis Mitte März laufen. Bisher war die Betreibung von Schneekanonen der Berner Bergbahnen zwischen dem 1. November und dem 31. März möglich. So sollen gleich lange Spiesse zum Kanton Graubünden und zu den österreichischen Skigebiete entstehen. In Zukunft soll im Gegenzug auf jegliche Zusätze im Wasser, das für die Schneekanonen gebraucht wird, verzichtet werden.

Wie die direktionsübergreifende Arbeitsgruppe, welche das Gesuch prüfte, erklärte, bringt der frühere Beschneiungszeitpunkt wahrscheinlich einen höheren Energie- und Wasserbedarf mit sich, was den Wintersport gesamthaft weniger ökologisch macht. Direkte Auswirkungen auf Flora und Fauna habe die frühere künstliche Beschneiung aber nicht.

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL fordert ein Umdenken beim Einsatz von Schneekanonen. Seit Jahren vollziehe sich hinter dem Vorhang der öffentlichen Wahrnehmung ein ständig beschleunigter Investitionsboom. Laut SL beträgt in der Schweiz die beschneite Fläche bald 40 Prozent, in Österreich bereits 65 Prozent. Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz ruft die Regierungskonferenz der Schweizer Gebirgskantone dazu auf, die Grenzen der künstlichen Beschneiung verbindlich festzulegen und somit dem Schneekanonenboom Einhalt zu gebieten.

Artikel Berner Zeitung
Pressemitteilung Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL

Beitrag kommentieren