Schafhirte Bruno Zaehner  mit Hirtenhund  Grub AR

Friedliches Nebeneinander in den Alpen

  • Redaktion Naturschutz
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Weiden aufräumen, Zäune reparieren, Klauen schneiden, Schafe markieren, … Die Vorbereitungen für die Alpsaison laufen auf Hochtouren. Bald werden die Schafe und Ziegen auf die Alpen getrieben; auch dorthin, wo sich seit einiger Zeit der Wolf und der Bär wieder niedergelassen haben. Eine Situation mit Konfliktpotential. Ein friedliches Zusammenleben zwischen Mensch und Grossraubtier ist möglich, erfordert aber zusätzliche Schutzmassnahmen.

Gemäss WWF Schweiz sömmern in den Schweizer Alpen jährlich 250’000 Schafe und 20’000 Ziegen. Für ein friedliches Nebeneinander zwischen Mensch und Grossraubtier ist der Herdenschutz wichtig. Dieser umfasst neben ständiger Behirtung und Nachtpferchen auch den Einsatz von Herdenschutzhunden. Diese Massnahmen sind aufwendig: „Auf vielen Alpen ist der Personalaufwand und die Arbeitsbelastung durch Behirtung und Herdenschutz derart hoch, dass es oft schwierig ist, geeignetes Personal überhaupt zu finden und zeitgemäss zu entlöhnen“, so Bruno Zähner, Schafhalter und Initiant der VösA.

Bruno Zähner war selbst jahrelang auf der Alp. Als Direktbetroffener wollte er aktiv werden und hat zusammen mit vier Partnern die Vereinigung für ökologische und sichere Alpbewirtschaftung VösA gegründet. Die VösA setzt sich für traditionelles Hirtenwesen und Herdenschutz ein, die Garanten für mehr Ökologie und Sicherheit in der Alpbewirtschaftung. Sie steht motivierten Alpbewirtschaftern beratend zur Seite und bietet in ausgewählten Fällen auch finanzielle Unterstützung. Bereits heute arbeitet sie mit Agridea und Pro Natura Schweiz zusammen. Die VösA unterstützt das Programm Hirtenhilfen vom WWF ideell und Bruno Zähner war am diesjährigen Einführungskurs als Experte mit dabei.

Als gemeinnütziger Verein finanziert sich die VösA über Spenden und Gönner. Interessierte können auch die Patenschaft für einen Herdenschutzhund übernehmen.

VösA

WWF Schweiz – Hirtenhilfe
AGRIDEA – Herdenschutzkoordination Schweiz
Pro Natura

Bild: © Bruno Zähner

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