Freiwillige Impfung Blauzungen-Krankheit

  • Barbara Darani
  • -

kuh_klBio Suisse und weitere landwirtschaftliche Organisationen fordern für 2010 eine freiwillige Impfung gegen die Blauzungen-Krankheit. Dies wurde an einer Tagung in Olten in einer Resolution beschlossen. Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) wird im November über das weitere Vorgehen entscheiden. Für die freiwillige Impfung sprechen Entkriminalisierung, Eigenverantwortung der Tierhalter sowie die unmögliche Ausrottung der Krankheit. Österreich verzichtet bereits auf ein Impfobligatorium.

An einer Tagung in Olten diskutierten am Samstag Bäuerinnen und Bauern zusammen mir Fachleuten aus dem In- und Ausland über die guten Gründe einer freiwilligen Impfung. Organisiert wurde die Tagung von Bio Suisse, Demeter, der Kleinbauernvereinigung VKMB, der Bergheimat, Uniterre und bauernverstand.ch. Nachdem das Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) für 2008 und 2009 ein Impfobligatorium gegen die Blauzungenkrankheit erlassen hatte, ist es jetzt höchste Zeit, die Situation neu zu überdenken und die Freiwilligkeit der Impfung einzuführen.

Zur Eindämmung der Krankheit schlagen Bio Suisse und ihre Partner eine Doppelstrategie vor: Impfung und natürliche Immunisierung ungeimpfter Tiere. Die Verantwortung dazu soll jeder Landwirt selber übernehmen können, trägt er doch die materiellen Folgen sowohl im Krankheitsfall als auch bei Impfproblemen. Die Robustheit der Tiere und die natürliche Immunisierung ist der nachhaltigere Weg.

Die Blauzungenkrankheit ist eine durch Mücken übertragene Viruskrankheit, die Rinder, Schafe, Ziegen und bestimmte Wildtiere befallen kann. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

Zur Medienmitteilung
Bio Suisse

Beitrag kommentieren