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Frankreich schreddert tonnenweise Elfenbein

  • Sophie Ryser
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Frankreich hat gestern drei Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein zerstört, um sein Engagement gegen den illegalen Elfenbeinhandel zu unterstreichen. Die öffentlichkeitswirksame Aktion vor dem Eiffelturm in Paris ist Teil eines nationalen Plans gegen Wilderei und illegalen Wildtierhandel, den das Land vor zwei Monaten im Rahmen eines Afrika-Gipfels für Frieden und Sicherheit angekündigt hatte. Der WWF lobt die Massnahme als richtigen Schritt und forderte weitere Anstrengungen, um bedrohte Wildtiere vor der Ausrottung zu retten.

Damit folgt Frankreich als erstes europäisches Land dem Beispiel ähnlicher Elfenbeinzerstörungen, die in den letzten zwei Jahren von Gabun, den Vereinigten Staaten, den Philippinen und China durchgeführt worden sind. Der illegale Wildtierhandel wächst, da die hohen Gewinnspannen vom Feld bis zum Endverbraucher organisierte Wilderer- und Schmugglerbanden anlocken, die sich vom Waffen-, Drogen- und Menschenhandel dem illegalen Wildtierhandel zuwenden. Der Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten rangiert auf dem vierten Platz der lukrativsten illegalen Handelsarten – hinter Drogen-, und Menschenhandel und der Produkt- und Geldfälschung, mit einem Umsatz von bis zu 19 Milliarden US-Dollar weltweit.

Im Zusammenhang mit Elfenbeinzerstörungen taucht regelmässig die Forderung auf, das sogenannte weisse Gold nicht zu vernichten, sondern lieber zu verkaufen, um so die steigende Nachfrage zu bedienen. Laut WWF geht diese Gleichung nicht auf. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese Strategie keine Früchte trägt. Die Nachfrage im wichtigsten Abnehmerland China steigt durch den wirtschaftlichen Aufschwung ständig weiter“, erklärt Johannes Kirchgatter, Afrika-Referent beim WWF Deutschland. Nur wenn die potentiellen Käufer begriffen, dass ihre Nachfrage direkt zum Verschwinden der Elefanten führe, könne die Wildereikrise gestoppt werden. Zu diesem Bewusstseinswandel könnten die spektakulären Bilder der Elfenbeinvernichtungen beitragen.

Medienmitteilung WWF Deutschland

Bild: Nevit Dilmen [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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