Fotojagd nach Entlebucher Wolf

  • Silvan Kaufmann
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wolf geheul mondVom Entlebucher Wolf, der zum Abschuss freigegeben wurde, fehlt seit Tagen jede Spur. Theo Schnider, Direktor der Unesco-Biosphäre Entlebuch, ruft jetzt die Bevölkerung zur Jagd mit der Fotokamera auf.

Wer den Wolf bis zum 1. November ablichten kann, erhält eine Saisonkarte der Sörenberger Bergbahnen. Einerseits profitiere die Region mit dieser Werbung von der aktuellen Situation, sagte Schnider gegenüber der Luzerner Zeitung. Andererseits wolle er die Diskussion rund um den Wolf erhalten und nach einer konstruktiven Lösung für künftige Jahre suchen. Josef Muggli, Leiter der Abteilung Fischerei und Jagd, sei nicht besonders erfreut über den Wolfstourismus, schreibt die Neue Luzerner Zeitung. Die Chancen auf einen Wolf-Schnappschuss sind relativ gering und Jagdhelfer seien die Fotografen sicher nicht. „Der Wolf kann in einer Nacht locker bis zu 50 Kilometer zurücklegen. Insofern nützt uns ein solcher Hinweis nichts“, so Muggli. Die Sicherheit der Fotografen im Wolfsjagdgebiet sei aber auf jeden Fall gewährleistet. Die Jagdaufseher würden nach höchsten Sicherheitsstandards arbeiten. Spätestens am 15. September, wenn die Schafe von den Alpen geholt werden, soll auch die Wolfsjagd eingestellt werden.

Artikel in Neuer Luzerner Zeitung vom 24. August 2009

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