Förderungsmassnahmen der Vogelwarte für die Zwergohreule im Wallis

  • Redaktion Naturschutz
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Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ist der Bestand der Zwergohreule in der Schweiz drastisch zurückgegangen. Gegenwärtig brüten im Wallis nur noch 1-3 Paare, dazu treten gelegentlich einzelne Sänger in den Kantonen Tessin und Graubünden auf. Im Wallis ist die Art wegen der Umwandlung von Magerwiesen in Kunstwiesen bedroht. Die wenigen aufgrund von Verträgen mit der kantonalen Naturschutzverwaltung geschützten Magerwiesen können die laufende Abnahme dieses für die Eule sehr wichtigen Biotops nicht verhindern.

Die Schweizerische Vogelwarte versucht nun, im Kontakt mit den Bewirtschaftern die Lebensraumsituation zu verbessern. Entlang von Magerwiesen oder wenig intensiv genutzten Wiesen werden Streifen von 3 m Breite angelegt, deren Hälfte abwechselnd nur jedes zweite Jahr gemäht werden. Die Bewirtschafter werden für den Ertragsausfall und die Mehrarbeit entschädigt. Die Vogelwarte hofft, dass das 2003 begonnene Programm positive Auswirkungen auf die Ansiedlung der Zwergohreule haben wird. Es ist zu erwarten, dass die Massnahme auch anderen Arten wie Neuntöter, Goldammer, Baumpieper, Dorngrasmücke, und Braunkehlchen zugute kommt.

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Schweizerische Vogelwarte

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