© Hochschule Furtwangen, Projekt Rheines Wasser
© Hochschule Furtwangen, Projekt Rheines Wasser

Flussvermessung der besonderen Art

  • Nicole Wabersky
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Das hat es in dieser Form noch nicht gegeben: Auf 1.231 Flusskilometern wird Professor Dr. Andreas Fath von der Hochschule Furtwangen (HFU), während er den Rhein von den Schweizer Alpen bis zur Nordsee durchschwimmt, das Flusswasser beproben und analysieren.

Das Projekt „Rheines Wasser“ erforscht unter verschiedenen Fragestellungen die Wasserqualität des Rheins von der Quelle bis zur Mündung. Laut Eawag wird Fath mit einem 
Begleittross laufend Wasserproben nehmen und
 die Veränderung der Rheinwasserqualität über die ganze Strecke auch mit Passivsammlern dokumentieren, die an seinem Neoprenanzug angebracht sind. Für die Analyse der Probe wird Fath von der Eawag unterstützt, welche das Wasser u.a. auf Pestizide, Biozide, Drogen, Hormone und Pharmazeutika untersucht.

Für die Untersuchungen der Wasserproben während der Projektlaufzeit als auch im Anschluss wird die HFU von Forschungseinrichtungen wie dem Alfred-Wegener-Institut, dem Technologiezentrum Wasser, der Schweizer Eawag, dem niederländischen Wetsus Institut und der Universität Bayreuth, aber auch von Unternehmen mit Schwerpunkten im Bereich der Analyse- und Messtechnik unterstützt.

Zahlreiche neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowohl über positive als auch bedenkliche Entwicklungen der Rheinwasser-Qualität erwarten sich laut Mitteilung alle Projektbeteiligten von der einzigartigen Flussvermessung.

Deren langfristiges Ziel, so Andreas Fath, sei es, auf Basis der gewonnen Erkenntnisse „Systeme und Prozesse zu entwickeln, die kritische Substanzen abbauen, bevor sie überhaupt in Gewässer gelangen.“

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