Flughafen Zürich: noch mehr Lärm-, Feinstaub- und Abwasseremissionen

  • Redaktion Naturschutz
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„Das vom BAZL Ende März 2005 genehmigte Betriebsreglement für den Flughafen Zürich erfüllt die geltenden, rechtlichen Rahmenbedingungen zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Umwelt nicht“: Die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz und der Rheinaubund erheben aus diesem Grunddagegen Beschwerde. Sie betonen: „Wird der Flughafen so betrieben, wie es mit dem Ende März genehmigten Reglement erlaubt wird, werden in Zukunft 20-30 Prozent mehr Menschen als bisher unter übermässigem Lärm zu leiden haben: Für 5000 wird der Alarmwert und für 24'000 der Immissionsgrenzwert überschritten. Weitere 60'000 haben Überschreitungen des vorsorglich festgelegten Planungswerts zu erdulden“. Zudem werde die Luft mit bis zu maximal 2400 Tonnen Stickoxiden und bereits heute mit 27 Tonnen Feinstaub (PM10) belastet.
Ungelöst sei nach wie vor das Problem der Entsorgung des Abwassers aus der Enteisung der Pisten und sonstigen Asphaltflächen. So gelangten jeden Winter über 100 Tonnen Kohlenstoff in die Glatt und sorgen dort für eine gewaltige Überdüngung. „Solche Belastungen schädigen die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen und stehen im Widerspruch zum geltenden Umweltschutzrecht unseres Landes. Als Organisationen, die sich im öffentlichen Interesse in gemeinnütziger Weise für eine möglichst gesunde Umwelt einsetzen, erheben die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz und der Rheinaubund Beschwerde gegen die Genehmigung eines Betriebsreglements, mit derart negativen Auswirkungen. Die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz und der Rheinaubund fordern deshalb eine Begrenzung der Flugbewegungen bei 250'000 und eine verlängerte Nachtruhe von 22.00 – 07.00 Uhr. Nur so kann die schädliche Zunahme von Lärm und Luftverschmutzung eingedämmt werden.“

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