Fluss Delphin im Mekong

Nur noch 85 Flussdelphine im Mekong

  • Nico
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Fluss Delphin im MekongDie Flussdelfine im Mekong sind stark bedroht. Gemäss einer neuen Studie des WWF gibt es in Kambodscha und Laos nur noch rund 85 Exemplare.

In der Trockenzeit sind sie besonders gut zu beobachten, die Irawadi-Flussdelfine im Mekong. Doch wenn nicht rasch Massnahmen zu ihrem Schutz getroffen werden, dürften sie bald kaum mehr zu sehen sein. Eine neue WWF-Studie beziffert die Population noch auf 85 Tiere. Die stark bedrohte Art lebt heute nur noch auf einem Flussabschnitt von 190 Kilometern Länge.

Fischerei und Umweltgifte gefährden den Bestand
Die Flussdelfine sind schon allein aufgrund ihrer geringen Anzahl vom Aussterben bedroht, dazu kommen rabiate Fischereimethoden. Zum einen setzen Fischer Dynamit ein, zum andern Kiemennetze, in denen sich die Säugetiere verfangen und dann jämmerlich im Wasser ersticken.
„Laos und Kambodscha müssen jetzt endlich entschlossen handeln“, fordert Doris Calegari vom WWF Schweiz. Zum einen braucht es auf dem Fluss viel grössere Schutzgebiete, in denen diese Kiemennetze verboten sind und nur nachhaltig gefischt werden darf. Zum andern muss wissenschaftlich geklärt werden, weshalb die meisten Delfine sterben, bevor sie das fortpflanzungsfähige Alter erreicht haben. Vieles deutet darauf hin, dass Umweltgifte im Wasser eine Rolle dabei spielen, sicher ist das aber nicht.

Rückenflossen als Identifikationsmerkmal
Für die WWF-Studie  wurde die auftauchenden Delfine im Mekong fotografiert und dann anhand der Rückenflosse identifiziert. „Jede dieser Rückenflossen weist spezifische Merkmale aus und ist damit so einzigartig wie ein Fingerabdruck“, erklärt Doris Calegari. Die Populationsgrösse von 85 Exemplaren wurde so mit einer Sicherheit von rund 95 Prozent errechnet.

Foto: David Dove / WWF Greater Mekong

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