Fleisch

Fleisch – weniger ist mehr

  • Dominique Haiden
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800px-SF_Chronicle_Wine_competition_Public_tasting_2010-02-20_38Die Erklärung von Bern EvB fordert die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten auf, ihren Fleischkonsum von derzeit 1 Kilo auf 500 Gramm pro Person und Woche zu reduzieren. Denn eine neue Studie zeigt: Halbieren wir unseren Fleischkonsum, müssten wir weder Berge von Futtermitteln noch Fleisch importieren, deren Produktion verheerende Auswirkungen hat im globalen Süden. An der heute lancierten EvB-Fleischkampagne beteiligen sich auch rund 50 Restaurants in der Deutschschweiz.

In ihrer gestrigen Ausgabe zitierte die Sonntagszeitung eine von der EvB in Auftrag gegebene Studie. Diese belegt, dass eine Halbierung des Fleischkonsum von Herrn und Frau Schweizer viel dazu beitragen würde, den destruktiven Konsequenzen der Futtermittelproduktion entgegenzuwirken. In der Schweiz werden jährlich 400‘000 Tonnen Fleisch verzehrt, 53 Kilo pro Person. Dafür importieren wir neben Fleisch auch über 650‘000 Tonnen an Kraftfutter für unsere Nutztiere, allein vom Eiweissträger Soja rund 280‘000 Tonnen jährlich, hauptsächlich aus Brasilien. Der intensive Sojaanbau verursacht dort gravierende soziale und ökologische Probleme.

Würde die Schweiz auf jeglichen Import von Futtermitteln und Fleisch verzichten, wäre sie gemäss der Studie trotzdem in der Lage, rund die Hälfte des heute konsumierten Fleischs herzustellen – ungefähr 28 Kilo pro Person und Jahr. Diese Menge steht im Einklang mit diversen Nachhaltigkeits-Empfehlungen.

Deshalb fordert die Schweizer Konsumierenden auf, ihren Fleischverzehr zu halbieren. Rund 50 Restaurants in der Deutschschweiz helfen mit, indem sie die Kampagnenservietten der EvB auflegen und ihre Gäste motivieren, öfters auf das Vegi-Angebot zurückzugreifen.

Weitere Informationen

Studie und Restaurantliste

Erklärung von Bern EvB

Bild: Guillaume Paumier (Wikimedia Commons)

1 Kommentar

  • Peter2509

    Na klar soll der arme Plebs wie im Mittelalter Kleie fressen. Die Obamas, Königs und Ackermänner machen das auf ihren Banketten ja auch.

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