Fisch Karpfen

Fische allergisch auf Gentechnik

  • Eliane Küpfer
  • -

Gentechnik-Mais im Fischfutter kann bei manchen Tieren Immun- reaktionen hervorrufen. Wie der Informationsdienst Gentechnik schreibt, verfütterten Norwegische Forscher gentechnisch veränder- ten Mais an Atlantik-Lachs. Bei Fischen mit anfälligem Immunsy- stem kam es dabei zu Zellstress im Darm, berichten die Wissen- schaftler in der neuen Ausgabe des Fachmagazins British Journal of Nutrition.

Zwar gab es offenbar keine systemischen Abwehrreaktionen. Die Daten wiesen aber darauf hin, dass der Gentech-Mais lokale Immun- effekte hervorruft, so die Forscher. Unter anderem wurde im Darm ein Hitzeschock-Protein produziert, schreibt der Informationsdienst Gentechnik weiter. Außerdem setzten die mit dem trans- genen Mais gefütterten Lachse die Nahrung „weniger effizient“ um. Um die Gesundheitsauswirkungen der Pflanze weiter zu erforschen, seien längere Untersuchungen nötig, erklärten die Wissenschaftler. Bei dem Mais wurden Gene des Bakteriums Bacillus thuringiensis (Bt) eingebaut. Dadurch setzt die Pflanze auf dem Acker permanent ein Gift frei, um Insekten zu töten.

Unlängst sorgte eine  ähnliche Studie an Ratten für Aufsehen. Der Informationsdienst Gentechnik berichtete, dass diese, wurden sie mit gentechnisch verändertem Mais gefüttert, viel früher starben als ihre  Artgenossen, denen normales Futter verabreicht worden war. Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat dieser Studie jedoch methodische Mängel vorge- worfen. Hingegen werden Studien der Gentechnik-Hersteller regelmässig akzeptiert, auch wenn diese teilweise die Standards der OECD nicht erfüllten und ein deutlich tieferes wissenschaftliches Niveau aufweisen. Was tatsächlich fehlt sind Gelder für unabhängige Langzeitstudien zu gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Denn sobald Wissenschaftler gentechnik-kritische Resultate veröffentlichen, werden ihnen die Gelder gekürzt.

Bild: Dako99 [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Weitere Informationen

Rattenstudie

Lebensmittelbehörde zur Rattenstudie

Beitrag kommentieren