Feuerbrand: Umweltverbände fordern neue Bekämpfungsstrategie

  • Redaktion Naturschutz
  • -

Der Feuerbrand bedroht den Schweizer Obstbau und die ökologisch und kulturlandschaftlich besonders wertvollen Hochstammobstbäume wie noch nie: 2007 war das bislang schlimmste Feuerbrandjahr in der Schweiz. Pro Natura, der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und der WWF Schweiz sind nun der Meinung, die Strategie des Bundes zur Bekämpfung des Feuerbrands sei gescheitert und wirke immer hilfloser und kurzsichtiger (radikale Rodungen, Antibiotika-Einsatz). Die drei Umweltverbände fordern nun eine alternative Feuerbrand-Strategie. Zu diesem Zweck haben sie ein Grundlagenpapier erarbeitet, das detaillierte Forderungen erhält.
Der Bund habe zu lange nur auf die Tilgung des Feuerbrandbakteriums gesetzt, schreiben die Umweltverbände unter anderem. Es brauche einen flexiblen Umgang mit dem Feuerbrand. Der Bund und die Kantone müssten ihre beschränkten Mittel sinnvoll einsetzen, denn weder mit Antibiotika noch mit rigorosen Rodungsaktionen wertvoller Bäume sei die Krankheit auszurotten.
Auch praxisgerechte Forschung ist für Pro Natura, SVS und WWF zentral. Denn die Krankheit Feuerbrand und die Auswirkungen bei den Wirtspflanzen sind bei weitem noch nicht verstanden. Maya Graf, Biobäuerin und Nationalrätin der Grünen, wird diese Forderungen mit politischen Vorstössen im Parlament auf das Tapet bringen. (sb)

Links zum Beitrag
Grundlagenpapier Feuerbrand
Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz

Beitrag kommentieren