Feuerbrand im Kanton Luzern

  • Redaktion Naturschutz
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Im Jahr 2006 sind bisher erst etwa 100 befallene Birnbäume aus rund 20 Luzerner Gemeinden gemeldet worden. Wenig im Vergleich zu den schlimmsten Feuerbrandjahren 2000 und 2005, als je rund 5000 Bäume gerodet werden mussten. Dabei sind die Infektionsbedingungen noch nie so gut gewesen, wie während der diesjährigen Blüte. Eine mögliche Erklärung, wieso sich der Feuerbrand nicht stärker ausgebreitet hat, liegt im schwachen Bienenflug. Die Bakterien werden vorab durch Insekten übertragen.
Alles in allem ist die bisherige Bilanz für den Kanton Luzern dennoch traurig. In den letzten zehn Jahren mussten wegen Feuerbrand über 10 Hektaren Obstanlagen und rund 20'000 Hochstammbäume gerodet werden. Das ist ein Drittel der Luzerner Mostbirnbäume. Noch verbleiben weitere 40'000. Dass das Luzerner Landschaftsbild in den letzten Jahren nicht stärker gelitten habe, ist den zahlreichen Neupflanzungen zu verdanken. Dabei werde besonders auf Sorten geachtet, die gegen Feuerbrand resistent seien. (sm)

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