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    Festival der Natur: 500 Naturerlebnisse vom 20. bis 22. Mai

    • Benjamin Kämpfen
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    Ein bunter Strauss an Naturerlebnissen für die ganze Schweiz: Am Wochenende des internationalen Tags der Biodiversität vom 20. bis 22. Mai 2016 findet das Festival der Natur statt. Das Festival bietet rund 500 Veranstaltungen zu Natur, Artenvielfalt und Ökologie in allen Landesteilen.

    Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die Biodiversität erklärt und rufen die Öffentlichkeit auf, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Mit dem Festival der Natur soll, so Werner Müller, Geschäftsführer von BirdLife Schweiz und Mitinitiant der Veranstaltung, «am Tag der Biodiversität die Bedeutung der biologischen Vielfalt für unser Leben bewusst gemacht und zum aktiven Handeln angeregt werden.»

    Das Festival der Natur geht zurück auf das in der französischsprachigen Schweiz bereits etablierte Fête de la Nature und bündelt im laufenden Jahr erstmals vom 20. bis 22. Mai 2016 als gesamtschweizerische Veranstaltungs- und Erlebnisplattform vielfältigste Angebote der Bereiche Natur, Artenvielfalt, Landschaft und Ökologie: Veranstaltungen, Exkursionen, Ausstellungen, Informationsstände und andere interessante Beiträge, organisiert von Organisationen und Fachpersonen, die sich mit der Natur, Tieren, Pflanzen, aber auch Tourismus und Landschaftsschutz beschäftigen.

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    Unter kundiger Führung können Naturinteressierte aus einer Fülle von gut 500 Veranstaltungen in allen Sprachregionen und Landesteilen auswählen. In der Ostschweiz beispielsweise findet sich eine Exkursion zum Thema Biodiversität im Siedlungsraum, während sich Interessierte in Bern auf die Spuren des Fischotters machen können. Im Goms wird zu Ehren der seltenen Römertulpe «Tulipa grengiolensis» ein Tulpenfest veranstaltet, in Zürich gehen Kinder auf Schnitzeljagd zu den Stadtwildtieren und in der Magadinoebene bei Locarno wird zu später Stunde eine Nachtexkursion organisiert.

    Das Festival der Natur wird unterstützt vom Bundesamt für Umwelt BAFU und mitgetragen u.a. von den Netzwerkpartnern BirdLife Schweiz, Forum Biodiversität, Info Flora, Naturama, Pro Natura, Schweiz Tourismus, Schweizer Tourismus-Verband STV, Schweizer Wanderwege oder dem WWF. Mehr als 100 Organisationen sind mit eigenen Veranstaltungen engagiert.

    «Die Natur», sagt Müller, «braucht mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Denn die Biodiversität nimmt auch in der Schweiz in beängstigendem Ausmass ab.» Die Hälfte der Lebensräume und ein Drittel der Arten sind bedroht. Mit dem Rückgang der Artenvielfalt geht auch genetische Vielfalt verloren. Zerstörung, Übernutzung und Verschmutzung natürlicher Lebensräume sind die massgeblichen Ursachen des Rückgangs. Aber auch die Klimaveränderung und die Verdrängung einheimischer Arten durch invasive Arten setzen den Tieren und Pflanzen zu. Damit die Biodiversität langfristig zumindest erhalten bleibt und die Ökosystemleistungen in der Schweiz sichergestellt sind, hat der Bund die nationale Strategie Biodiversität Schweiz mit definierten Zielen beschlossen. Ein Aktionsplan soll die Ziele konkretisieren und die erforderlichen Massnahmen in die Wege leiten.

    Weitere Informationen: Festival der Natur

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