Lantsch

Ferienresort zerstört wertvolle Landschaft

  • Monika Jung
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LantschDie Gemeinde Lantsch/Lenz plant eine grosse Neueinzonung für ein Ferienresort mit 68 Häusern und rund 500 Betten. Dabei wird eine wertvolle Landschaft zerstört und gutes Landwirtschaftsland überbaut. Die Nachhaltigkeit bleibt auf der Strecke, schreibt der WWF Graubünden.

Lantsch/Lenz hat bereits jetzt einen Ferienwohnungsanteil von 61%. Dennoch will die Gemeinde nun fruchtbares Landwirtschaftsland einzonen, um ein sogenanntes Maiensäss Resort zu erstellen.

Die Organisationen Bündner Heimatschutz, Pro Natura Graubünden, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und WWF Graubünden lehnen dieses Projekt aus mehreren Gründen ab. Das Resort käme in eine wertvolle Landschaft von regionaler Bedeutung zu liegen und zerstört somit genau jene Landschaft, welche auch für den Tourismus wichtig ist. Für die Überbauung müsste eine unverhältnismässig grosse Fläche von annähernd 29’000 m2 neu als Bauzone ausgeschieden werden, obwohl die bestehende Bauzone schon relativ gross ist. Die Erschliessung erfolgt nicht vom Dorf aus, sondern von aussen durch Waldareal und sensible Landschaft. Die Parkplätze werden aus dem Resort in den öffentlichen Raum verlagert. Von einer nachhaltigen Entwicklung kann hier nicht mehr gesprochen werden, obwohl dies Lantsch/Lenz im eigenen Leitbild als Ziel festgeschrieben hat.

WWF Graubünden

1 Kommentar

  • Reinhard von Meiss

    Ihr Artikel ist hervorragend! Es ist der schönste Ort von Lantsch/Lenz und eine der schönsten Landschaften, die in Gefahr sind, für immer zerstört zu werden. Dabei sollte man genau das mit Überbauung bedrohte Land unter Landschaftsschutz stellen – und in dieser Form gut und angemessen nutzen, zum Wohl der Einwohner und der Gäste.
    Tun Sie bitte etwas, es ist dringend! Es besteht die Gefahr, dass die Einwohner von Lantsch noch diesen Monat das Land einzonen und damit den Weg für die Zerstörung des Juwels freigeben. Viele der Einwohner und Gäste werden es Ihnen danken.

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