Feinstaub: Holzfeuerungen werden sauberer

  • Redaktion Naturschutz
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Der Bundesrat hat die Änderungen der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) verabschiedet, die auf eine Verringerung des Ausstosses von gesundheitsschädigendem Feinstaub abzielen. Grosse Holzfeuerungen müssen schrittweise mit Filtersystemen ausgerüstet werden. Neue kleinere Holzheizungen müssen den Normen der Europäischen Union entsprechen und die neuen schweizerischen Grenzwerte erfüllen. Zudem wird der Staubgrenzwert für Industrieanlagen um mehr als die Hälfte gesenkt. Diese Massnahmen sind Teil des von Bundesrat Moritz Leuenberger lancierten Aktionsplans gegen Feinstaub.

Für neue, kleinere automatische Holzfeuerungen mit einer Leistung zwischen 70 und 500 kW (für kleine Mehrfamilienhäuser bis zu grossen Schulanlagen) gelten die verschärften Staubgrenzwerte erst ab 2012. Diese Grenzwerte können mit einer Pelletheizung oder einer anderen Holzfeuerung mit Filtersystem erfüllt werden. Bestehende Anlagen müssen 10 Jahre nach in Kraft treten des entsprechenden Grenzwertes nachgerüstet werden. Neue Holzfeuerungen mit einer Leistung bis 350 kW (vom kleinen Holzofen und offenen Cheminée im Privathaushalt bis zur Heizanlage für ein Schulhaus) werden ab 1. Januar 2008 nur für den Verkauf zugelassen, wenn ihre Konformität mit den Normen der Europäischen Union nachgewiesen ist und sie zudem fortschrittliche lufthygienische Anforderungen erfüllen. (sb)

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