Feinpartikel-Belastung ganzjährig zu hoch

  • Redaktion Naturschutz
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Gemäss den Ärztinnen und Ärzten für Umweltschutz ist der Grossteil der Schweizer Bevölkerung ganzjährig einer zu hohen Feinpartikel-Belastung ausgesetzt. Die Grenzwerte der Luftreinhalteverordnung werden massiv überschritten. Der Zusammenhang zwischen der Feinpartikel-Konzentration und Atemwegs-, Herz-, Kreislauf- und Krebserkrankungen und Tod ist belegt. Hauptverursacher der Feinpartikel ist der motorisierte Strassenverkehr. Der Avanti-Gegenvorschlag des Parlaments würde die Belastung weiter erhöhen. Feinpartikel sind teilweise wie CO2 auch klima-erwärmend, so zum Beispiel die Russpartikel von Dieselmotoren.
In den Städten und Agglomerationen und entlang der Autobahnen liegen die Jahresmittelwerte jedes Jahr über dem zulässigen Höchstwert, auf dem Land abseits der Strassen liegen sie im Höchstwert-Bereich. Erst über 1000 m Höhe nimmt die Belastung ab. Auch die Tageshöchstwerte, die jährlich nur ein einziges Mal erreicht werden dürften, werden viel zu oft überschritten – in Städten an 18 bis 78 Tagen jährlich.

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