kormoran Vogel Fischerei

Fangverluste durch Kormorane sind gering

  • Eliane Küpfer
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Die immer zahlreicheren Kormorane, die durch die Schweiz ziehen und hier überwintern, lösen zunehmend Konflikte mit Berufsfischern aus. Diese klagen über geringere Erträge und Schäden an Netzen und Reusen. Im Auftrag des Bundesamts für Umwelt BAFU hat die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften die Studie „Kormoranschäden an Fischernetzen und Reusen – Ausmass und Prävention am Neuenburgersee“ erarbeitet.

Die Autoren haben Methoden entwickelt, wie Kormoranschäden erkannt werden können. Dabei untersuchten sie in Zusammenarbeit mit Berufsfischern am Neuenburgersee die durch Kormorane verursachten Löcher in den Fangnetzen, die Schäden an den Reusen sowie die Verletzungen an den gefangenen Fischen.

Kormorane verursachen weniger Schäden an den Netzen der Berufsfischer als bisher angenommen. Auch die Verluste der Fischereierträge sind weniger hoch als angenommen. Zurzeit beträgt der durch Kormorane verursachte Gesamtschaden 1,2 bis 3,9 Prozent des Werts des Gesamtfangs. Die Autoren gehen aber davon aus, dass die Schäden in Zukunft wegen wachsender Brutkolonien zunehmen könnten. Präventive Massnahmen, wie die Änderung von Arbeitsabläufen und eine verbesserten Fischabfallentsorgung, könnten dieser Entwicklung entgegen wirken.

Bild: Alchemist-hp [FAL], via Wikimedia Commons

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