Fangmoratorium für Berner Äschen

  • Redaktion Naturschutz
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Die Aare im Kanton Bern ist eines der wichtigsten Äschengewässer der Schweiz und dient vier Äschenpopulationen von nationaler Bedeutung als Lebensraum: Interlaken, Thunersee, Thun-Wohlensee, Mühleberg-Niederried inklusive Saane. Im Ausfluss des Thunersees liegt eines der grössten Äschenlaichgebiete der Schweiz.
Trotz verschiedener Schutzmassnahmen wie dem Aussetzen von Jungtieren, Renaturierungen und Schongebieten ist die Äsche in den Berner Gewässern jedoch bedroht. Sowohl bei den Gesamterträgen wie bei den Laichfischfängen gibt es grosse Einbussen. Deshalb plant das Fischereiinspektorat des Kantons Bern ein mehrstufiges Rettungsverfahren. Neueste Untersuchungen zeigen, dass als Sofortmassnahme ein örtlich beschränktes Fangverbot von drei Jahren unumgänglich ist. Es soll ab 1. Januar 2008 gelten. Das Fischereiinspektorat prüft, welche weiteren mittel- und längerfristigen Begleitmassnahmen an der Fischereitechnik und -wirtschaft, an der Gestaltung des Lebensraums und bei den Fisch fressenden Vögeln das Moratorium für die Fischer ablösen könnten. (sb)

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