Fall Galmiz: Umweltorganisationen verurteilen Umzonung

  • Redaktion Naturschutz
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Die Umzonung einer grossen Landwirtschaftsfläche von 55 Hektaren bei Galmiz in Erwartung einer möglichen Ansiedlung eines pharmazeutischen Unternehmens wird von Pro Natura, SVS/BirdLife Schweiz und WWF verurteilt. Die Haltung des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE, sich dieser Umzonung nicht zu widersetzen, sei unverständlich: die Umzonung verletze ganz klar geltendes Recht. Zwei Standorte im Kanton Waadt, die sich ebenfalls um das Unternehmen bemühen und sich bereits in einer Industriezone befinden, seien für die Ansiedlung besser geeignet. Der Kanton Freiburg dürfe seine Landwirtschaftsflächen nicht verschleudern. Die Bestätigung des Entscheides des Bundesamt für Raumentwicklung ARE durch das UVEK lasse wenig Raum für eine weitere Intervention.

Weiter heisst es in der gemeinsamen Medienmitteilung: „Die rechtliche Aussage, welche die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL vom UVEK verlangt hat, hat die Entscheidung des ARE bestätigt. Die Organisationen können nicht alllein die Verantwortung übernehmen, wenn die politischen Behörden ihre Aufgaben nicht erfüllen. Pro Natura, der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und der WWF haben entschieden, keine Einsprache gegen das Auflageprojekt zu machen. Im weiteren haben sie die ausdrückliche Zusicherung der Regierung zur Kenntnis genommen, das Gebiet sofort in die Landwirtschaftszone zurückzuführen, sollte sich das Unternehmen nicht in Galmiz niederlassen. Die Organisationen behalten sich allerdings das Recht vor, im weiteren Verlauf des Verfahrens zu intervenieren, um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern.“

Die Organisationen bedauern ausserdem, dass der Name des Unternehmens weiterhin geheim gehalten wird. Dies verunmögliche Abklärungen über mögliche Auswirkungen des Unternehmens auf das umliegende Kulturland, die Natur und auf das Landschaftsbild der Region Seeland.

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