Beifang Fisch

EU verbietet Fisch-Rückwurf

  • Eliane Küpfer
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Nach einer langen Nachtsitzung haben sich die EU-Fischereiminister und das EU Parlament am Donnerstag über die Neugestaltung der europäischen Fischerei geeinigt. Zur Debatte standen die zentralen Elemente der laufenden Fischereireform, ein Rückwurfverbot, die Begrenzung des Beifangs und die Erholung der Fischbestände. An- spruch ist ein Nachhaltigkeitsziel, das die Überfischung beendet und eine Erholung der Bestände sichert, schreibt der WWF Deutschland.

Verboten werden soll das Zurückwerfen von ungewollt gefangenen Fischen, da diese oft im Meer verenden. In Ausnahmefällen dürfen die Fischer mit einer Bewilligung fünf Prozent zurückwerfen, die restlichen Fische müssen an Land gebracht und den erlaubten Fangmengen angerechnet werden. Die Regel gilt für sämtliche europäischen Schiffe, auch wenn sie ausserhalb europäischer Gewässer auf Fang sind. Dadurch sollen die Fischbestände geschont werden und bis 2020 ein langfristig stabiles Niveau erreichen.

Anna Holl, Fischereiexpertin des WWF findet es wichtig, dass die  EU die Gefahr der Überfischung erkannt und erste Regel- ungen zu Rückwurf und Nachhaltigkeit verabschiedet hat. Die Gefahr seie aber noch nicht gebannt: „Es fehlt ein klarer Zeit- rahmen, um die Erholung der Fischbestände sicherzustellen. Immerhin wurde erstmals ein Rückwurfverbot beschlossen. Dennoch ist der Kompromiss zu grobmaschig. Viele Ausnahmen verwässern das Rückwurfverbot und könnten sich als Schlüpflöcher erweisen.“

Bild: Steven Fruitsmaak [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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