EU-Parlament unterstützt Urwaldschutz

  • Caroline Nienhuis
  • -

Regenwald AmazonaMit grosser Mehrheit (644 von 685 Stimmen) verabschiedete das EU-Parlament in Strassburg am 7. Juli 2010 einen Gesetzentwurf, der den Import und Handel von Holzprodukten aus illegaler Herkunft verbietet. Damit werden Importeure und Händler verpflichtet, nur legal geschlagenes Holz zu benutzen. In Zukunft muss wer Holz zuerst in Europa in den Handel bringt, die Herkunft der Hölzer nachweisen. Verbraucher sollen diese Waren anhand von Kennzeichnungen erkennen können. Die Regelung ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die globale Entwaldung.

Diese Entscheidung sei ein Durchbruch für den europäischen Beitrag zum Schutz der Wälder weltweit, so Nina Griesshammer, Expertin für Forstpolitik und Tropenwaldschutz beim WWF Deutschland. Die EU sei einer der grössten Märkte für Holzprodukte aus illegaler Herkunft, wie zum Beispiel aus Indonesien. Deshalb sei ein Holzhandelsgesetz wichtig für den globalen Waldschutz. Der WWF schätzt, dass ca. ein Fünftel der europäischen Holzimporte aus gesetzeswidrigen Quellen stammt. Das Verbot soll allerdings erst 2012 in Kraft treten.

WWF Deutschland Medienmitteilung

Europäisches Parlament Medienmitteilung

Beitrag kommentieren