Es braucht eine nationale Strategie zur Sicherung der biologischen Vielfalt

  • Redaktion Naturschutz
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Unser Land nimmt heute bei der Gefährdung der Biodiversität einen bedenklichen Spitzenplatz ein: 70 Prozent der Amphibien sind zum Beispiel auf der Roten Liste als bedroht taxiert. Eine Art ist bereits ausgestorben. Bei Säugetieren und Vögeln sieht es nicht besser aus: Gegen 40 Prozent gelten als gefährdet. Seit dem 19. Jahrhundert sind zudem 90 Prozent der Auen, Feuchtgebiete und Trockenwiesen in der Schweiz verschwunden. Für den Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz ist deshalb klar: Der hohe Gefährdungsgrad der biologischen Vielfalt verlange zusätzliche Naturschutzmassnahmen mit griffigen Massnahmenplänen und einer Biodiversitätsstrategie, sagte Nationalrat und SVS-Präsident Ruedi Aeschbacher anlässlich einer Medienkonferenz. Der Bundesrat lehnt aber alle politischen Vorstösse konsequent ab, obwohl die Schweiz gegenüber der Weltgemeinschaft entsprechende Verpflichtungen unterschrieben hat.

Der SVS/BirdLife Schweiz und seine 500 Sektionen haben nun ein Mehrjahresprogramm gestartet, damit unser Land die Biodiversitätskonvention ernst nimmt. Auch die Politik müsse endlich handeln, denn ohne griffige Instrumente drohe der Schweiz eine weitere Verarmung der Biodiversität.

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