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Erste Schweizer Energiebörse ist online

  • Dominique Haiden
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Die neue Plattform „dieEnergiebörse.ch“ ist online. Das Konzept der Webseite ist in der Schweiz einzigartig: Die Plattform vermittelt Besitzer von Hausdächern und Personen, die sich für Solarenergie interessieren, aber keinen Platz dafür haben. Interessierte erhalten somit die Möglichkeit, einfach und wirksam die Nutzung von erneuerbarer Energie aktiv zu unterstützen.

„Das Ziel der Plattform ist es, in der Schweiz die Nutzung von Solarenergie zu fördern und die Bereitschaft dafür aufzuzeigen“, erklärt Andreas Glogg von der Firma ezwei GmbH aus Gossau. Er ist überzeugt, dass in der Bevölkerung das Interesse für erneuerbare Energien gewachsen ist – nicht zuletzt, weil auch die Atomkatastrophe in Japan die Leute zusätzlich für dieses Thema sensibilisiert hat. Damit aber nicht nur über erneuerbare Energien geredet, sondern auch gehandelt wird, brauchen die Leute entsprechende Möglichkeiten. Eine davon ist die neue Internet-Plattform. „Mit der Energiebörse erhalten Interessierte eine praktische Möglichkeit, sich aktiv für die vermehrte Nutzung von Solarenergie einzusetzen“, so Glogg. Der Vorteil der nichtkommerziellen Plattform ist: Sie führt Besitzer von Hausdächern mit Personen zusammen, die zwar keinen Platz für Solarenergie haben, aber finanziell einen Beitrag leisten möchten. „Dadurch können sich auch Personen an der Solarenergie beteiligen, die kein geeignetes Dach dafür zur Verfügung haben“, erklärt Glogg. Die Vermittlung der Interessierten übernimmt die Plattform kostenlos.

Und so einfach geht’s: Auf der Webseite „dieEnergiebörse.ch“ können sich Gruppen von 2 bis 20 und mehr Personen zusammenschliessen und gemeinsam eine Solaranlage realisieren. Für die Registrierung sind nur wenige Angaben wie Name und E-Mail-Adresse nötig. Besitzer von Dachflächen können als Anbieter gratis ein Inserat aufgeben. „Die Flächen werden ab einer Grösse von über 200m2 in die Börse aufgenommen“, erklärt Andreas Glogg. Zudem haben die Anbieter auch die Möglichkeit, ihre Projekte auf Netzwerken wie Facebook und Xing zu platzieren. Weiter kann man auf der Webseite der Energiebörse auch das Energiepotential seines Hausdaches berechnen lassen. Man braucht dafür nur seinen Wohnort sowie Ausrichtung, Fläche und Neigung des Daches anzugeben. Interessierte erhalten auf einer Google-Karte gratis einen Überblick über die angebotenen Flächen und ihre genauen Daten. Dabei wird auch angezeigt, wie viel CO2 sich durch welche Anlage einsparen lässt. In einem Online-Formular können Interessierte dann eingeben, welchen Betrag sie in die gewählte Anlage investieren möchten. Der Preis für eine Dachfläche für den Besitzer ist vom Markt abhängig. Dabei spielen die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV), Förderbeiträge von Kantonen, Gemeinden und Städten sowie der Strompreis eine Rolle.

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