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Erschliessung des Feekopfs

  • Monika Jung
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Wallis_Allalinhorn_pano_mg-kDie Erschliessung des Feekopfs ob Saas-Fee VS ist nach 40 Jahren offenbar wieder ein Thema. 1973 hatte der Bundesrat eine Erschliessung mit dem Argument der schweren Beeinträchtigung einer unberührten Hochgebirgslandschaft abgelehnt. Nun soll die Erschliessung für eine Aussichtsplattform wieder ein Thema werden. Die Stiftung Landschaftschutz Schweiz (SL) wird sich dagegen wehren.

Die Begründung für die Erschliessung des 3888 Meter hohen Feekopfs lautet: Man will dem Gast ein „atemberaubendes Panorama bieten“. Gar nicht atemberaubend wäre hingegen der technische Eingriff in diese Hochgebirgslandschaft, schreibt die Stiftung Landschaftschutz Schweiz in einer Medienmitteilung. Bereits 1970 planten die damaligen Luftseilbahnen Saas-Fee AG eine Konzession für eine Luftseilbahn auf den Feekopf, um damit einen Aussichtspunkt in „Griffnähe“ zum Dom (4545 m.ü.M) zu schaffen. 1973 lehnte der Bundesrat auf Beschwerde von SL, Pro Natura, Schweizer Heimatschutz und SAC eine Erschliessung ab, aus Gründen des „allgemeinen Landesinteresses, den Charakter des Hochgebirges als der letzten von der Technik noch nicht beeinträchtigen Landschaft unbedingt zu erhalten“. Als Folge dieses Entscheides wurde seinerzeit die Metro Alpin gebaut.

Die SL würde ein Konzessionsgesuch auch 2011 bis vor Bundesgericht anfechten. Dies würde längstens nicht mehr der Konzessionspolitik des Bundes entsprechen, da Neuerschliessungen tabu sind. Für Aussichtsplattformen in unberührter Natur besteht heute keinerlei öffentliches Interesse.

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Bild: M. Klüber/wikimedia

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